Geschwisterstreit ohne Durchzudrehen

Geschwisterstreit ohne Durchzudrehen

Meine Kinder streiten in Moment echt nonstop. Es ist mehr als anstrengend, und ich bin ganz oft am Rande des Verzweifelns.

Sie streiten über alles

Spielzeug, Essen, wer als Erstes aus der Tür darf… Aber meistens geht’s ja gar nicht darum. Dahinter stecken ganz oft andere Bedürfnisse, zum Beispiel Übermüdung nach einem anstrengenden Kindergartentag oder das Gefühl, dass das andere Kind mehr Aufmerksamkeit – mehr Mama – bekommt. Das ist ja auch so eine Art Verlustangst: Kinder wollen immer von allem alles haben, weil ihnen das Stabilität und Sicherheit gibt.

Umgelenkte Emotionen

Oder wenn du zum Beispiel mit deinem Kind vorher über etwas komplett Anderes gestritten hast, dann sitzt das noch in deinem Kind drin und richtet sich dann – weil dieses Gefühl irgendwohin muss – gegen das Geschwisterchen. Denn das ist in dem Moment schwächer. Das ist natürlich super unfair, aber kleine Kinder können das anders noch nicht regulieren.

Wenn ich’s schaffe, über meine eigene Frustration hinweg zu kommen und hinter das eigentliche Problem des Streits zu schauen, dann fällt es mir auch viel leichter, den Geschwisterstreit zu schlichten und beiden Kindern auf Augenhöhe zu begegnen.

Streiten hat auch was Gutes

Außerdem ist Streiten wichtig für die soziale Kompetenz: Kinder lernen über die Auseinandersetzung mit anderen Kindern, wie sie sich in diesen Situationen verhalten sollen. Ob sie für sich einstehen sollen, Kompromisse suchen, nachgeben … wie andere darauf reagieren, welhe Handlung welche Konsequenz hervorruft usw. Natürlich leben wir ihnen als Erwachsene das auch vor, aber im Kontakt mit anderen Kindern lernen sie es nochmal auf ganz andere Art und Weise.

Streit ist also sogar richtig gut!

Vielleicht beruhigt dich das beim nächsten Mal 😉

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